Steirische Wirtshausgeschichten

Zwischen Weinbergen gewachsen

Eingebettet in die sanften Hügel der Südsteiermark, mit weitem Blick über die Weingärten, liegt der Eckbergerhof in Gamlitz. Ein Haus, das seit Generationen besteht und sich dennoch immer wieder neu erfindet. Hier verbinden sich Geschichte, Familie und gelebte Wirtshauskultur zu einem Ort, der weit mehr ist als nur ein Gasthof.

Eckbergerhof: Wirtsleute ©kumpPhotography

Die Wurzeln des Eckbergerhofs reichen rund 175 Jahre zurück. Was einst als einfache Gaststätte mit einem Zimmer, einer Küche und einer Brotbackstube begann, hat sich über Generationen hinweg zu einem vielseitigen Betrieb entwickelt. Gegründet von Johann Ferlinz, wurde das Haus mit viel Einsatz und Gemeinschaftssinn geführt und schon früh so gestaltet, dass es weiterbestehen konnte. Heute erzählt jeder Winkel des Hauses von dieser Entwicklung. Aus dem damaligen Gasthof Ferlinz ist durch zahlreiche Um- und Zubauten der Eckbergerhof geworden – ein Ort, der gewachsen ist, ohne seine Wurzeln zu verlieren.

Eckbergerhof: Philip Robnik ©kumpPhotography

Zusammenhalt und Vielfalt als gelebter Alltag

Seit 2017 führt Philip Robnik den Eckbergerhof – zunächst mit seinen Eltern, heute gemeinsam mit seiner Mutter Christine Robnik und seiner Partnerin Marina Szinten. Der Betrieb ist nicht nur Arbeitsplatz, sondern ein Familienprojekt, geprägt von Vertrauen, Zusammenhalt und einem gemeinsamen Verständnis für Gastlichkeit. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, Herausforderungen miteinander bewältigt – das prägt den Charakter des Hauses bis heute. „Ich bin sehr stolz auf das, was wir als Familie zusammen mit unseren Mitarbeitern aufgebaut haben“, sagt Philip Robnik.

Die Übernahme des Betriebs war ein wichtiger Wendepunkt, ebenso wie die laufende Weiterentwicklung. Investitionen wie der Bau des Außenpools mit großzügiger Liegefläche zeigen, dass der Eckbergerhof sich stetig verändert und weiterentwickelt.

Eckbergerhof: Küche ©kumpPhotography

Diese Haltung zeigt sich auch im Alltag: Hotelgäste, Seminargäste und klassische Wirtshausbesucher:innen treffen hier aufeinander. „Eine Mischung aus allem. Das ist das, was wir mögen“, beschreibt der Wirt diese Dynamik.

Die Vielfalt verlangt Flexibilität, macht den Betrieb aber lebendig. In der Küche zeigt sich das in einer regional geprägten Linie: Klassiker wie Backhendl oder Kürbiskernrahmschnitzel stehen ebenso für den Eckbergerhof wie saisonale Produkte, Zutaten aus der Region und Kräuter aus dem eigenen Garten. So entsteht ein Ort, an dem sich vieles verbindet, getragen von Menschen, die mit Leidenschaft daran arbeiten, dass sich Gäste willkommen fühlen.

"Wir sehen, dass die steirische Wirtshauskultur immer weniger wird, und möchten unseren Beitrag leisten, sie zu erhalten."

Philip Robnik

Eckbergerhof: Marina Szinten ©kumpPhotography

Bewahren, was verbindet

In einer Zeit, in der immer mehr Gasthäuser verschwinden, sieht sich der Eckbergerhof auch in einer besonderen Verantwortung. „Wir sehen, dass die steirische Wirtshauskultur immer weniger wird, und möchten unseren Beitrag leisten, sie zu erhalten“, sagt Philip Robnik.

Es ist genau dieser Anspruch, der den Betrieb prägt: Tradition nicht nur zu bewahren, sondern weiterzuleben und gleichzeitig neue Wege zu gehen. So bleibt der Eckbergerhof ein Ort, an dem Vergangenheit spürbar ist, Gegenwart gelebt wird und Zukunft entsteht.

Kontakt

Eckbergerhof
Philip Robnik
Eckberg 22, 8462 Gamlitz

E-Mail +43 3453 2392

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