Steirische Wirtshausgeschichten
Ein Gutshof mit Geschichte und Genuß
Wer im Almenland unterwegs ist, begegnet früher oder später einem Ort, der seit Jahrzehnten Menschen zusammenbringt und Teil des starken Netzwerks „Steirisches Wirtshaus” ist: Der Schrenk, ein Gutshof im Herzen von Passail.
Ein Haus das gleichzeitig frisch, lebendig und einladend wirkt. Schon beim Betreten des Wirtshauses spürt man dieses stille Willkommen, ein Gefühl von Heimat auf Zeit.
Seit 2022 hat „Der Schrenk” seine Pforten geöffnet, nach einem Umbau, der dem traditionellen Wirtshaus ein schmeichelndes, warmes Ambiente eingehaucht hat. Dafür haben Anna Harrer und ihr Sohn, Philipp Harrer, gesorgt - zwei Generationen, die die Tradition des Hauses weitertragen und mit neuen Ideen beleben. Kulinarische Unterstützung bekommen sie dabei von Restaurantleiterin Tanja Herbst und Küchenchef Daniel Madrutter. Das einst als „Knödelzeit” bekannte Wirtshaus trägt heute eine neue Handschrift: modern, kreativ und doch mit Respekt für das Dagewesene. „Wir wollen zeigen, dass ein klassisches Wirtshaus auch heute noch begeistern kann”, unter diesem Motto wird „Der Schrenk” geführt.
Bei der Renovierung wurde das alte Holz bewahrt, das wirkt, als erzähle es noch immer Geschichten der früheren Gasträume. Neue, klare Linien, viel Licht und helle Farben ergänzen den Charme des Hauses. Eine liebevoll gestaltete Kinderecke zeigt, dass auch Familien hier herzlich willkommen sind. In der Küche trifft Vertrautes auf kreative Akzente: regionale Zutaten, verarbeitet mit handwerklichem Gespür. Klassiker wie der Braten oder ein saftiges steirisches Backhendl stehen als Favoriten der Gäste neben saisonalen Gerichten, die überraschen, ohne fremd zu wirken. Die hausgemachten Desserts runden zusätzlich das heimelige Gefühl geschmacklich ab.
Das besondere Etwas
„Der Schrenk” ist weit mehr als ein Ort zum Essen, es ist ein Platz, der jeden Willkommen heißt. Er ist ein Treffpunkt für Einheimische, Wanderer, junge Familien und Paare, die hier in lockerer Atmosphäre besondere Momente erleben wollen.
„Das Schönste ist, wenn ein Besuch zu einer Geschichte wird, die unsere Gäste mitnehmen”, erzählt Frau Harrer.
In der Küche zeigt sich besonders deutlich, wofür das Haus steht: Regionale Produkte, meist von Menschen, die persönlich am Hof besucht werden. Der Bezug zur Umgebung ist kein Konzept, sondern eine Haltung. „Wir möchten zeigen, wie vielseitig die steirische Küche ist”, sagt Philipp Harrer. Und tatsächlich erlebt man im Schrenk vertraute Aromen neu gedacht, ohne ihre Wurzeln zu verlieren.
"Das Schönste ist, wenn ein Besuch zu einer Geschichte wird, die unsere Gäste mitnehmen."
Anna Harrer
Dass Der Schrenk Teil des Netzwerks „Steirisches Wirtshaus” ist, passt zum Selbstverständnis des Hauses. Regionalität, Nachhaltigkeit, ehrliches Handwerk und Gastfreundschaft werden hier gelebt. Das gesamte Team vom „Der Schrenk” sieht sich, durch ihr tägliches Tun, als Botschafter*innen dieser Werte. Sie leben diese Haltung aber nicht nur im Wirtshaus, sondern sind auch tief in der Region verwurzelt.
Ein idealer Tag beginnt mit einer Wanderung entlang des Bienenlehrpfads, einem Besuch der Lindenbergkirche oder des Raabursprungs und endet mit einem Mittagessen beim Schrenk – so würden es auch die Passailer tun. Das Almenland ist ehrlich, bodenständig und voller Herzlichkeit, genauso wie das Wirtshaus, das es widerspiegelt. Und die Zukunft? Ein Versprechen: Tradition bewahren, Neues zulassen und ein Ort bleiben, der Menschen verbindet.